Müll-Sammelaktion an der Elbe

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Müll-Sammelaktion an der Elbe

Bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle gelangen weltweit jedes Jahr alleine von Land aus ins Meer. Dort verrottet das Plastik nicht, sondern belastet für mehrere hundert, wenn nicht gar tausend Jahre die Ökosysteme. Wissenschaftler schätzen die Menge des Plastiks, die bereits im Meer schwimmt, auf 150 Millionen Tonnen. Selbst an entlegensten Orten wie in Tiefseegräben oder der Arktis ist mittlerweile Plastikmüll zu finden.

Für Meerestiere wie z.B. Seevögel, Meeresschildkröten, Roben und Wale kann Plastikmüll tödlich enden, da sie ihn mit Nahrung verwechseln oder mit der Nahrung aufnehmen. Ihre Mägen werden vom Plastikmüll verstopft, so dass die Tiere verhungern oder verdursten können. Forscher haben Mikroplastik längst in Plankton, Muscheln und Garnelen nachgewiesen. Auch in Nordseefischen wie Makrele, Hering oder Flunder wurden sie fündig. So kann unser eigener Müll letztendlich wieder auf unseren Tellern landen.

Am 19.03.2016 wollten wir zusammen mit Umweltaktivisten in über 60 Städten ein Zeichen setzen und auf die Vermüllung der Meere aufmerksam machen. Wir haben uns im Herrenkrug in Magdeburg an der Elbe getroffen und drei Stunden lang Müll gesammelt. Wir waren selbst überrascht, wie viel Müll dabei zusammen gekommen war. Den Müll haben wir im Anschluss im Stadtpark neben unserem Info-Stand präsentiert.

Weiterführende Links

Umweltaktivisten säubern in 65 Städten Gewässerufer von Plastikmüll